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Afrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris)

Afrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris), typisches Aussehen der Art

Kleinsäuger · Schwierigkeit: Fortgeschritten

Steckbrief und Haltungs-Richtwerte für Afrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris) (Herkunft: Trockene Savannen und Steppen Afrikas südlich der Sahara, vom Senegal bis Sudan, Ostafrika und Sambia.). Endgröße etwa Kopf-Rumpf-Länge 14–25 cm, Schwanz 1–1,6 cm; Gewicht 300–600 g, Männchen schwerer.. Lebenserwartung 4–6 Jahre, bis zu 8 Jahre.. Die folgenden Werte sind sorgfältig recherchierte Richtwerte.

Kurz erklärt

Afrikanischer Weißbauchigel: Wie groß muss das Terrarium sein?

Ab 200×100×60 cm (mind. 2 m² Grundfläche je Tier nach Thieme-Heimtierinfo und österreichischer 2. Tierhaltungsverordnung Pkt. 7.3.1, +10 % je weiteres Tier); Ebenen mit Rampen und Absturzschutz zählen zusätzlich. Ausbruchsicher und gut belüftet, Laufteller oder geschlossenes Laufrad ab etwa 30 cm.

Afrikanischer Weißbauchigel: Wie warm muss es sein?

Tagsüber 24–30 °C im Gehege (Vet Times), Raumtemperatur allein reicht meist nicht – Wärmequelle mit Thermostat nötig; nie unter etwa 20 °C fallen lassen. Ein Wärmeplatz unter einer Wärmelampe ist laut Thieme Pflicht., nachts Nachts ebenfalls über 22 °C halten – gerade nachts sind die Tiere aktiv; Absinken führt zu gefährlicher Kältestarre.

Afrikanischer Weißbauchigel: Braucht die Art UVB-Licht?

UVB: Nicht nötig – nachtaktiv; Raumlicht mit festem 12-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus, keine direkte Sonne.

Afrikanischer Weißbauchigel: Wie alt werden die Tiere?

Lebenserwartung: 4–6 Jahre, bis zu 8 Jahre.

Afrikanischer Weißbauchigel: Ist die Art für Anfänger geeignet?

Eher nicht – die Art gilt als Fortgeschrittenen-Art (Schwierigkeit: Fortgeschritten).

Klima

Temperatur Tag
24–30 °C im Gehege (Vet Times), Raumtemperatur allein reicht meist nicht – Wärmequelle mit Thermostat nötig; nie unter etwa 20 °C fallen lassen. Ein Wärmeplatz unter einer Wärmelampe ist laut Thieme Pflicht.
Temperatur Nacht
Nachts ebenfalls über 22 °C halten – gerade nachts sind die Tiere aktiv; Absinken führt zu gefährlicher Kältestarre.
Luftfeuchte
Unter 40 % (Thieme) bis etwa 50 % – trockene Raumluft, Gehege nicht in feuchte Räume stellen.
UVB
Nicht nötig – nachtaktiv; Raumlicht mit festem 12-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus, keine direkte Sonne.

Terrarium

Mindestmaße
ab 200×100×60 cm (mind. 2 m² Grundfläche je Tier nach Thieme-Heimtierinfo und österreichischer 2. Tierhaltungsverordnung Pkt. 7.3.1, +10 % je weiteres Tier); Ebenen mit Rampen und Absturzschutz zählen zusätzlich. Ausbruchsicher und gut belüftet, Laufteller oder geschlossenes Laufrad ab etwa 30 cm.
Substrat
5–10 cm Kleintierstreu, Hanfstreu oder Papierschnipsel (kein feines Sägemehl), dazu Bereiche mit Erde-Sand-Gemisch zum Wühlen und ein Sandbad; mehrere Versteckhöhlen.

Ernährung

Futter
Hochwertiges Igel-Spezialfutter mit 30–50 % Protein und 10–20 % Fett als Basis (Katzenfutter nur ergänzend, da es leicht dick macht), ergänzt durch Insekten wie Heimchen, Schaben und Heuschrecken (mit Vitamin-Mineral-Pulver bestäubt), gelegentlich gekochtes Ei oder mageres gegartes Fleisch und etwas Gemüse. Futter nachts geben und Reste morgens entfernen – Übergewicht ist häufig.
Fütterungsrhythmus
Täglich abends eine abgemessene Portion; Insekten als Ergänzung zwei- bis dreimal pro Woche, dazu regelmäßig das Gewicht kontrollieren.

Steckbrief

Endgröße
Kopf-Rumpf-Länge 14–25 cm, Schwanz 1–1,6 cm; Gewicht 300–600 g, Männchen schwerer.
Lebenserwartung
4–6 Jahre, bis zu 8 Jahre.
Herkunft
Trockene Savannen und Steppen Afrikas südlich der Sahara, vom Senegal bis Sudan, Ostafrika und Sambia.
Schutzstatus
Für den Weißbauchigel keine Papiere nötig. Wichtig: Der heimische Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist besonders geschützt und darf weder gefangen noch gehalten oder gehandelt werden – nur hilfsbedürftige Igel dürfen vorübergehend gepflegt und müssen danach ausgewildert werden.
Winterruhe
Keine – Winterschlaf darf nicht zugelassen werden. Bei Kälte fallen Weißbauchigel in eine Kältestarre (Torpor), die das Immunsystem schwächt und tödlich enden kann. Ganzjährig 24–30 °C; ein kühler, schlaffer Igel muss langsam aufgewärmt und tierärztlich untersucht werden.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung. Weißbauchigel sind territoriale Einzelgänger und sollten allein gehalten werden, um Kämpfe zu vermeiden (Vet Times, Thieme); Paare nur kurz zur Zucht.

Hinweise

Tierschutzorganisationen wie Pro Wildlife halten eine artgerechte Privathaltung für kaum möglich; Tiere aus dem Handel stammen teils aus Wildfang – nur Nachzuchten aus nachvollziehbarer Herkunft übernehmen. Salmonellen-Übertragung auf Menschen ist möglich: nach Kontakt Hände waschen.

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Ähnliche Arten

Alle Arten im Haltungs-Wiki →

Erstausstattung

Für die Haltung von Afrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris) brauchst du typischerweise: passendes Terrarium (ab 200×100×60 cm (mind. 2 m² Grundfläche je Tier nach Thieme-Heimtierinfo und österreichischer 2. Tierhaltungsverordnung Pkt. 7.3.1, +10 % je weiteres Tier); Ebenen mit Rampen und Absturzschutz zählen zusätzlich. Ausbruchsicher und gut belüftet, Laufteller oder geschlossenes Laufrad ab etwa 30 cm.), Bodengrund (5–10 cm Kleintierstreu, Hanfstreu oder Papierschnipsel (kein feines Sägemehl), dazu Bereiche mit Erde-Sand-Gemisch zum Wühlen und ein Sandbad; mehrere Versteckhöhlen.), Wärmequelle mit Thermostat, Thermometer/Hygrometer, Wasserschale und Verstecke. Passendes Zubehör findest du im Reptoria-Marktplatz.

Die vollständige, interaktive Haltungs-Datenbank findest du in der Reptoria-App.

Stand: 30. Oktober 2026 · Redaktion: Reptoria-Redaktion · Quellen u. a.: Wikipedia (de) „Weißbauchigel“ – 14–25 cm, Verbreitung, bis 10 Jahre in Menschenobhut, Wildfang-Problematik, Pro Wildlife-Kritik – https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fbauchigel, Stadt Münster, Artenschutz – Igel als besonders geschützte heimische Säugetiere nach BNatSchG/BArtSchV – https://www.stadt-muenster.de/gruen/naturschutz/artenschutz, BArtSchV Anlage 1 – Mammalia spp.: alle heimischen Arten besonders geschützt (umfasst Erinaceus europaeus), Atelerix nicht gelistet – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/anlage_1.html, Durchführungs-VO (EU) 2025/1422 (Unionsliste) – Art nicht enthalten – https://umwelt-online.de/recht/eu/25c/25c_1422.htm, VO (EG) 338/97 Anhänge (konsolidiert) – Erinaceidae nicht in Anhang A–D – https://www.legislation.gov.uk/eur/1997/338/annex/2020-12-31

Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte und ersetzen keine fachkundige Beratung. Informiere dich vor Anschaffung und Haltung gründlich aus mehreren Quellen und beachte die geltenden gesetzlichen Vorgaben (u. a. Arten- und Tierschutz).