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Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis)

Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis), typisches Aussehen der Art

Kleinsäuger · Schwierigkeit: Fortgeschritten

Steckbrief und Haltungs-Richtwerte für Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis) (Herkunft: Afrika südlich der Sahara: Savannen, Buschland, Felder und Siedlungen; ausgesprochener Kulturfolger. Die im Handel verbreiteten Tiere stammen aus Labor- und Futtertierzuchten.). Endgröße etwa Kopf-Rumpf 9–15 cm, Schwanz etwa ebenso lang; 40–80 g, Männchen schwerer.. Lebenserwartung In Menschenobhut meist 2–3 Jahre.. Die folgenden Werte sind sorgfältig recherchierte Richtwerte.

Kurz erklärt

Vielzitzenmaus: Wie groß muss das Terrarium sein?

Ab 100×50×80 cm (für eine Gruppe von 3–5 Tieren; abgeleitet vom TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, das schon für die kleineren Farbmäuse 80×50×80 cm fordert – Vielzitzenmäuse sind etwa doppelt so schwer). Je weiteres Tier rund 20 % mehr Grundfläche. Gut belüftet (Gitteraufsatz oder Nagerheim aus Holz/Glas), mehrere Etagen, Häuschen und Röhren; geschlossenes Laufrad ab 28 cm Durchmesser. Ausbruchsicher, Gitterabstand höchstens 7 mm.

Vielzitzenmaus: Wie warm muss es sein?

Tagsüber 20–24 °C Raumtemperatur; Zugluft, pralle Sonne und Heizungsnähe vermeiden., nachts Nachts darf es auf etwa 18 °C abkühlen, nicht kälter.

Vielzitzenmaus: Braucht die Art UVB-Licht?

UVB: Nicht nötig – nachtaktives Säugetier, normales Tageslicht im Raum genügt.

Vielzitzenmaus: Wie alt werden die Tiere?

Lebenserwartung: In Menschenobhut meist 2–3 Jahre.

Vielzitzenmaus: Ist die Art für Anfänger geeignet?

Eher nicht – die Art gilt als Fortgeschrittenen-Art (Schwierigkeit: Fortgeschritten).

Klima

Temperatur Tag
20–24 °C Raumtemperatur; Zugluft, pralle Sonne und Heizungsnähe vermeiden.
Temperatur Nacht
Nachts darf es auf etwa 18 °C abkühlen, nicht kälter.
Luftfeuchte
40–60 % (normale Raumluft; über 60 % und nasse Einstreu begünstigen Haut- und Atemwegsprobleme)
UVB
Nicht nötig – nachtaktives Säugetier, normales Tageslicht im Raum genügt.

Terrarium

Mindestmaße
ab 100×50×80 cm (für eine Gruppe von 3–5 Tieren; abgeleitet vom TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, das schon für die kleineren Farbmäuse 80×50×80 cm fordert – Vielzitzenmäuse sind etwa doppelt so schwer). Je weiteres Tier rund 20 % mehr Grundfläche. Gut belüftet (Gitteraufsatz oder Nagerheim aus Holz/Glas), mehrere Etagen, Häuschen und Röhren; geschlossenes Laufrad ab 28 cm Durchmesser. Ausbruchsicher, Gitterabstand höchstens 7 mm.
Substrat
15–20 cm staubarme Kleintierstreu oder Hobelspäne, gemischt mit Heu und Stroh, damit Gänge halten; Heu und unbedrucktes Küchenpapier als Nistmaterial.

Ernährung

Futter
Hochwertiges Körnerfutter für Kleinsäuger (Saaten, Getreide), täglich etwas Gemüse und Kräuter, wenig Obst. Ein- bis zweimal pro Woche tierisches Eiweiß: Insekten (frisch oder getrocknet), hartgekochtes Ei oder Magerquark. Ständig Heu und Nageäste ungespritzter Obstbäume, frisches Wasser im Napf.
Fütterungsrhythmus
Einmal täglich am Abend füttern, Frischfutter nach einigen Stunden wieder entfernen.

Steckbrief

Endgröße
Kopf-Rumpf 9–15 cm, Schwanz etwa ebenso lang; 40–80 g, Männchen schwerer.
Lebenserwartung
In Menschenobhut meist 2–3 Jahre.
Herkunft
Afrika südlich der Sahara: Savannen, Buschland, Felder und Siedlungen; ausgesprochener Kulturfolger. Die im Handel verbreiteten Tiere stammen aus Labor- und Futtertierzuchten.
Schutzstatus
Nicht geschützt: weder EU-Unionsliste invasiver Arten noch BArtSchV, EU-Artenschutzverordnung oder CITES. Haltung ohne Papiere erlaubt; Tierschutzgesetz gilt.
Winterruhe
Keine – ganzjährig gleichmäßig warm halten.
Vergesellschaftung
Gruppe. Am stressärmsten sind gleichgeschlechtliche Gruppen aus Wurfgeschwistern (Weibchen vertragen sich meist besser); gemischte Gruppen nur mit kastriertem Männchen, sonst alle drei bis vier Wochen Nachwuchs. Fremde erwachsene Tiere nur langsam und auf neutralem Gebiet zusammenführen.

Hinweise

Wissenschaftlicher Name: Im Handel fast immer als Mastomys natalensis angeboten; genetische Untersuchungen zeigen aber, dass die meisten Labor-, Heim- und Futtertierstämme zur Südlichen Vielzitzenmaus (Mastomys coucha) gehören – beide Arten sind äußerlich nicht zu unterscheiden, Haltung identisch. Die Art wird auch als Futtertier gezüchtet. Lebende Wirbeltiere nur verfüttern, wenn das Tier tote Nahrung nicht annimmt – Frostfutter ist für beide stressfreier. Tötung nur durch sachkundige Personen (§ 4 TierSchG). Wildtiere übertragen in Westafrika das Lassa-Virus; Nachzuchten aus kontrollierten Zuchten gelten als unbedenklich, trotzdem nach Kontakt Hände waschen.

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Ähnliche Arten

Alle Arten im Haltungs-Wiki →

Erstausstattung

Für die Haltung von Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis) brauchst du typischerweise: passendes Terrarium (ab 100×50×80 cm (für eine Gruppe von 3–5 Tieren; abgeleitet vom TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, das schon für die kleineren Farbmäuse 80×50×80 cm fordert – Vielzitzenmäuse sind etwa doppelt so schwer). Je weiteres Tier rund 20 % mehr Grundfläche. Gut belüftet (Gitteraufsatz oder Nagerheim aus Holz/Glas), mehrere Etagen, Häuschen und Röhren; geschlossenes Laufrad ab 28 cm Durchmesser. Ausbruchsicher, Gitterabstand höchstens 7 mm.), Bodengrund (15–20 cm staubarme Kleintierstreu oder Hobelspäne, gemischt mit Heu und Stroh, damit Gänge halten; Heu und unbedrucktes Küchenpapier als Nistmaterial.), Wärmequelle mit Thermostat, Thermometer/Hygrometer, Wasserschale und Verstecke. Passendes Zubehör findest du im Reptoria-Marktplatz.

Die vollständige, interaktive Haltungs-Datenbank findest du in der Reptoria-App.

Stand: 30. Oktober 2026 · Redaktion: Reptoria-Redaktion · Quellen u. a.: Thieme Heimtier-Info „Maus“ (vet.thieme.de, 2020) – Futterzusammensetzung Kleinmäuse, Eiweißfutter, Nageäste – https://tiermedizin.thieme.de/fileadmin/tiermedizin/04_Downloads/02_Patientenb%C3%B6gen/Maus.pdf, bmt-Flyer „Mäuse“ – Empfindlichkeit gegen Luftfeuchte über 60 %, Zugluft, Terrarien schlecht belüftet – https://bmt-tierschutz.bmtev.de/lib_dateien/infomaterial/flyer/flyer_maeuse.pdf, Scholz & Wilson 2016, „Care of Mastomys in the laboratory“, Lab Animal – Laborkolonie ist M. coucha, Haltungsempfehlungen aus 15 Jahren Erfahrung – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27203263/, Wikipedia „Southern multimammate mouse“ – Labor-/Heimtierstämme meist M. coucha, nur genetisch von M. natalensis unterscheidbar, Heim- und Futtertier – https://en.wikipedia.org/wiki/Southern_multimammate_mouse, BArtSchV Anlage 1 – nur heimische Säugetiere als Sammeleintrag, Mastomys nicht genannt – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/anlage_1.html

Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte und ersetzen keine fachkundige Beratung. Informiere dich vor Anschaffung und Haltung gründlich aus mehreren Quellen und beachte die geltenden gesetzlichen Vorgaben (u. a. Arten- und Tierschutz).