Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus)
Kleinsäuger · Schwierigkeit: Experte
Steckbrief und Haltungs-Richtwerte für Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus) (Herkunft: Europa und Asien bis Japan; in Deutschland heimisch in Schilf, Hochgras- und Hochstaudenfluren, Feuchtwiesen und Brachen.). Endgröße etwa Kopf-Rumpf 5–8 cm, Schwanz 5–7 cm (Greifschwanz); 6–12 g – eines der kleinsten Nagetiere Europas.. Lebenserwartung In freier Natur meist unter 1,5 Jahren; in Menschenobhut oft 2–3 Jahre, Höchstwerte um 4–5 Jahre.. Die folgenden Werte sind sorgfältig recherchierte Richtwerte.
Kurz erklärt
Eurasische Zwergmaus: Wie groß muss das Terrarium sein?
Ab 80×50×80 cm (für eine kleine Gruppe; keine amtliche Vorgabe – Grundfläche in Anlehnung an das TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, Höhe besonders wichtig, weil die Art bis etwa 80 cm hoch in Halmen klettert). Gut belüftetes, ausbruchsicheres Terrarium mit feiner Gaze (die Tiere passen durch Spalten von wenigen Millimetern), dicht bestückt mit Schilf- und Grashalmen, Bambusstäben, Ästen, Heu und Laub, in denen sie ihre Kugelnester bauen.
Eurasische Zwergmaus: Wie warm muss es sein?
Tagsüber 16–22 °C Raumtemperatur; als heimische Art keine Wärme nötig, Hitze über 26 °C und pralle Sonne vermeiden., nachts Leichte nächtliche Abkühlung ist natürlich; nicht unter etwa 12 °C.
Eurasische Zwergmaus: Braucht die Art UVB-Licht?
UVB: Nicht nötig – heller Standort mit natürlichem Tag-Nacht-Rhythmus.
Eurasische Zwergmaus: Wie alt werden die Tiere?
Lebenserwartung: In freier Natur meist unter 1,5 Jahren; in Menschenobhut oft 2–3 Jahre, Höchstwerte um 4–5 Jahre.
Eurasische Zwergmaus: Ist die Art für Anfänger geeignet?
Nein – eher etwas für erfahrene Halter (Schwierigkeit: Experte).
Klima
- Temperatur Tag
- 16–22 °C Raumtemperatur; als heimische Art keine Wärme nötig, Hitze über 26 °C und pralle Sonne vermeiden.
- Temperatur Nacht
- Leichte nächtliche Abkühlung ist natürlich; nicht unter etwa 12 °C.
- Luftfeuchte
- 50–70 % (normale bis etwas feuchtere Raumluft, frische Gräser; keine Staunässe)
- UVB
- Nicht nötig – heller Standort mit natürlichem Tag-Nacht-Rhythmus.
Terrarium
- Mindestmaße
- ab 80×50×80 cm (für eine kleine Gruppe; keine amtliche Vorgabe – Grundfläche in Anlehnung an das TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, Höhe besonders wichtig, weil die Art bis etwa 80 cm hoch in Halmen klettert). Gut belüftetes, ausbruchsicheres Terrarium mit feiner Gaze (die Tiere passen durch Spalten von wenigen Millimetern), dicht bestückt mit Schilf- und Grashalmen, Bambusstäben, Ästen, Heu und Laub, in denen sie ihre Kugelnester bauen.
- Substrat
- 5–10 cm Kleintierstreu oder Erde-Laub-Gemisch mit einer dicken Heuschicht; frische Gräser und Halme regelmäßig ergänzen.
Ernährung
- Futter
- Feine Saaten und Grassamen (Hirse, Kanariensaat, Wildsaaten), halbreife Gras- und Getreideähren, etwas Obst und Beeren; im Sommer besonders viele Insekten (Heimchen, Raupen, Grillen) als Eiweiß. Wasser in einer flachen Schale, zusätzlich Gräser besprühen.
- Fütterungsrhythmus
- Täglich frisch; die Tiere fressen über den Tag verteilt alle paar Stunden, daher muss immer Futter vorhanden sein.
Steckbrief
- Endgröße
- Kopf-Rumpf 5–8 cm, Schwanz 5–7 cm (Greifschwanz); 6–12 g – eines der kleinsten Nagetiere Europas.
- Lebenserwartung
- In freier Natur meist unter 1,5 Jahren; in Menschenobhut oft 2–3 Jahre, Höchstwerte um 4–5 Jahre.
- Herkunft
- Europa und Asien bis Japan; in Deutschland heimisch in Schilf, Hochgras- und Hochstaudenfluren, Feuchtwiesen und Brachen.
- Schutzstatus
- Besonders geschützt (BArtSchV Anlage 1, alle heimischen Säugetiere außer den dort ausgenommenen Arten). Rote Liste Deutschland 2020: Vorwarnliste; Rote Liste Bayern 2017: gefährdet. Fang wild lebender Tiere ist verboten (§ 44 Abs. 1 BNatSchG, zudem § 39 BNatSchG) – nur nachweislich in der EU gezüchtete Tiere halten. Herkunftsnachweis aufbewahren (§ 46 BNatSchG); die Haltung ist der unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen (§ 7 Abs. 2 BArtSchV).
- Winterruhe
- Keine – die Art hält auch in der Natur keinen Winterschlaf; im Winter genügt kühle Raumtemperatur mit viel Nistmaterial.
- Vergesellschaftung
- Gruppe. Am stressärmsten sind kleine Gruppen von Weibchen (Wurfgeschwister); Männchen kämpfen untereinander heftig, und Weibchen vertreiben Männchen nach der Paarung oft. Bei Unruhe oder Verletzungen sofort trennen.
Hinweise
Nur Nachzuchten halten: Wildfänge sind verboten, auch „gerettete“ Tiere aus der Natur dürfen nicht behalten werden. Beim Kauf schriftlichen Herkunftsnachweis (Züchter, Datum, Anzahl) verlangen und aufbewahren; die Haltung bei der unteren Naturschutzbehörde anmelden. Wegen der Schutzvorschriften, der Empfindlichkeit und der Winzigkeit eher etwas für erfahrene Halter.
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Erstausstattung
Für die Haltung von Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus) brauchst du typischerweise: passendes Terrarium (ab 80×50×80 cm (für eine kleine Gruppe; keine amtliche Vorgabe – Grundfläche in Anlehnung an das TVT-Merkblatt Nr. 158 „Mäuse“, Höhe besonders wichtig, weil die Art bis etwa 80 cm hoch in Halmen klettert). Gut belüftetes, ausbruchsicheres Terrarium mit feiner Gaze (die Tiere passen durch Spalten von wenigen Millimetern), dicht bestückt mit Schilf- und Grashalmen, Bambusstäben, Ästen, Heu und Laub, in denen sie ihre Kugelnester bauen.), Bodengrund (5–10 cm Kleintierstreu oder Erde-Laub-Gemisch mit einer dicken Heuschicht; frische Gräser und Halme regelmäßig ergänzen.), Wärmequelle mit Thermostat, Thermometer/Hygrometer, Wasserschale und Verstecke. Passendes Zubehör findest du im Reptoria-Marktplatz.
Die vollständige, interaktive Haltungs-Datenbank findest du in der Reptoria-App.
Stand: 30. Oktober 2026 · Redaktion: Reptoria-Redaktion · Quellen u. a.: BNatSchG § 45 Abs. 1 – Ausnahme vom Besitzverbot für in der EU rechtmäßig gezüchtete Tiere – https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__45.html, Bayerisches Landesamt für Umwelt „Zwergmaus“ – Größe 5–7 cm, 7–12 g, Greifschwanz, Kugelnester 20 cm–2 m Höhe, Lebensraum, Rote Liste Bayern 2017 gefährdet – https://www.lfu.bayern.de/natur/kleinsaeuger/untersuchungen/zwergmaus/index.htm, BArtSchV § 7 – Haltungsvoraussetzungen und Anzeigepflicht für Wirbeltiere besonders geschützter Arten, außer Anlage 5 – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/__7.html, BArtSchV Anlage 1, Sammeleintrag Mammalia spp. – alle heimischen Säugetiere besonders geschützt außer u. a. Hausmaus, Feldmaus, Wanderratte (Zwergmaus nicht ausgenommen) – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/anlage_1.html, BArtSchV Anlage 5 – enthält keine Säugetiere, Zwergmaus also nicht von der Anzeigepflicht befreit – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/anlage_5.html
Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte und ersetzen keine fachkundige Beratung. Informiere dich vor Anschaffung und Haltung gründlich aus mehreren Quellen und beachte die geltenden gesetzlichen Vorgaben (u. a. Arten- und Tierschutz).